Spamfilter

So vermeiden Sie,
dass Ihre erwünschten Mails
herausgefiltert werden

Spamfilter: So ticken sie

Weltweit werden täglich Milliarden von Spam-Mails durch das Netz gesendet. Sie verstopfen Postfächer, enthalten Viren und Trojaner oder versuchen, Passwörter auszuspähen. Vermeiden kann man sie nicht – aber Spamfilter helfen, diese Mails sofort zu identifizieren und für den Empfänger herauszufiltern. Doch nicht immer trifft es die richtigen Mails: auch erwünschte Mails können fälschlicherweise im Spam-Filter landen.

Spamfilter verstehen

 

 

Bildquelle: @iStock.com/Devonyu

Spamfilter sortieren in der Regel unerwünschte E-Mails aus Ihrem Posteingang direkt in den Spam- bzw. Junkordner ein. Damit eine E-Mail als Spam eingeordnet wird, berechnen Spamfilter einen sogenannten "Score" – also die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Spam handelt. Je nach Score bleibt die Mail im Postfach oder verschwindet direkt in den Spamordner.

 

Ein Spamfilter kann vollkommen individuell konfiguriert werden und auch eigenständig vom Verhalten des Nutzers (z.B. durch Markierung von eingehenden E-Mails als Spam) lernen. So werden Adressen aus dem eigenen Adressbuch meist nicht als Spam eingestuft (Whitelisting). Häufig aber bekommt der Nutzer von den Filtereinstellungen, die der Mail- oder Internet-Anbieter automatisch vornimmt, gar nichts mit.

Kriterien für die Einordnung als Spam

Als Versender von E-Mails ist es natürlich Ihr Ziel, dass Ihr E-Mailing im richtigen Postfach ankommt, den Empfänger so direkt erreicht und anspricht. Um dem „Spamscore“ mitzuteilen, dass es sich nicht um eine Junk-Mail handelt, müssen einige wichtige Kriterien beachtet werden.

 

Header

  • Absender-Adresse: Abgestraft wird in der Regel die Anzeige einer reinen unpersönlichen Absenderadresse (z.B. info@domain.de)  – ohne Angabe eines realen Namens (z.B. Max Mustermann).
  • Reply-To-Adresse: Eine leere Antwort-Adresse ist unüblich für den seriösen Mailverkehr – daher sollte die Antwort-Adresse (das  "Reply-To"-Feld) immer ausgefüllt sein!
  • IP-Adresse: Ist die IP-Adresse, über die die E-Mail versandt wurde für den Versand von Spam bekannt? Dies wird meist automatisch anhand einer Spam-Black-Liste (Realtime Blacklist RBL) überprüft. Ist die IP-Adresse des Absenders hier gelistet, wirkt sich dies negativ auf den Spamscore aus.


Text / Betreff

  • Zeichenfolgen: Zeichenfolgen mit mindestens 3 gleichen Zeichen (z. B. "!!!" oder "$$$") erhöhen den Spamscore.
  • Großbuchstaben: Lange Passagen, die in Großbuchstaben geschrieben oder durch Leerzeichen gesperrt sind, gelten ebenso als Spamkriterien. Betroffen sind auch Abkürzungen wie "SEO", "ROI" und "USP".
  • Verdächtige Worte: Spamfilter reagieren besonders bei bestimmten Schlagwörtern. Zu diesen gehören beispielsweise die bekannten Wörter "Sex" und "Viagra". Aber auch scheinbar harmlose Wörter wie z. B. "günstig", "Gewinne", "gratis" oder "kostenlos" werden oft negativ bewertet.
  • Sehr lange Betreffzeile: Sehr lange Betreffzeilen (> 50 Zeichen) können zu einer negativen Einstufung führen.


HTML-Code

  • Hintergrundfarbe: Viele Spamfilter tolerieren nur einen weißen Hintergrund. Bei farbigen E-Mail-Hintergründen in beispielsweise rot, blau, grün oder pink steigt somit die Wahrscheinlichkeit, dass diese E-Mails als Spam eingestuft werden.
  • Textfarbe: Neben der Hintergrundfarbe wird auch die Textfarbe überprüft. Hierbei gelten vor allem Text(teil)e in cyan, magenta, grau und gelb, aber auch Text(teil)e in rot, grün und blau als spamverdächtig.
  • Formular: Spamfilter reagieren negativ auf eingebundene Formulare, insbesondere dann, wenn der Formularinhalt per E-Mail versendet wird.
  • HTML-Anteil: Das Verhältnis zwischen HTML- und Text-Teil sollte stimmen: Mails mit einem sehr umfangreichen HTML-Code lösen bei manchen Spamfiltern Alarm aus. Ein Multipart-Aufbau (HTML und Text-Mail) wird positiver bewertet.
  • Grafiken: Spammer arbeiten gerne mit Grafiken, bei denen der Text nicht automatisiert analysiert werden kann. Daher sollte der Anteil der Grafiken in einem ausgewogenen Verhältnis zum Text stehen.
  • Links: Links, die IP-Adressen enthalten, gelten als nicht seriös. Ausgeschriebene, "echte" Domainnamen sind diesen daher immer vorzuziehen.

Tipps für eine bessere Zustellbarkeit

Wenn Sie Ihre E-Mailings nur an Empfänger senden, die diese wünschen und sie mit seriösen Informationen versorgen, machen Sie vieles richtig. Trotzdem sollte man hellhörig bleiben, damit man nicht fälschlicherweise als Spam eingestuft wird. Achten Sie daher auf eine saubere Programmierung und ein nicht zu marktschreierisches Auftreten.

 

Mit dem Versand über GTC sind Sie programmiertechnisch gesehen auf der richtigen Seite: Antwort-Adressen, Multipart-Versand, Layout-Möglichkeiten über den Template-Editor u.v.m. sind schon gesetzt. Textuell und optisch gesehen können Sie selbst zum seriösen Auftreten beitragen. Die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails können Sie verbessern, indem Sie die Empfänger bitten, Sie in ihr Adressbuch aufzunehmen.

Bildquelle: iStock.com/vasabii

Fazit

Spamfilter sind sinnvoll, um die große Anzahl von Junkmails im Vorfeld herauszufiltern und so den Überblick im eigenen Posteingang zu behalten. Allerdings filtern Sie auch immer wieder erwünschte Mails heraus, die zufällig ins Raster fallen. Um nicht fälschlicherweise ins Visier der Spamfilter zu geraten, empfiehlt es sich, beim Versand der eigenen E-Mailings bestimmte Stolpersteine zu vermeiden.

Hier finden Sie weitere Tipps zum E-Mail Versand

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